Werbung für Existenzgründer

Existenzgründer sind gut beraten mit einer Erstausstattung für Werbung. Eine Visitenkarte, eine Website und ein Flyer: das waren lange Zeit die Klassiker für das Existenzgründer-Starter-Paket in der Werbung. Aber wie sieht das heutzutage aus? Ob die klassischen Medien die richtigen sind, hängt zweifelsohne von der Branche ab. Die digitalen Medien stehen im Vordergrund und haben nicht nur den Flyer längst verdrängt. Die Visitenkarte bleibt weiterhin ein Klassiker, auf den man auch heute nicht verzichten sollte.

Mittlerweile kennt jeder Instagram, YouTube, Facebook, Google, Apple & Co. Die Plattformen erreichen viele Millionen Menschen und bieten Kunden Möglichkeiten, effektiv Werbung zu schalten. Dabei sind die Werbeplätze auf den Social-Media Plattformen deutlich günstiger als in den klassischen Print- und TV-Medien.

Aber was kostet die Werbung auf den Portalen und worin liegt der Unterschied? Im weiteren Verlauf gehen wir auf die verschiedenen Portale ein und erklären Nutzen und Kosten.

 

Wie funktioniert Werbung auf Instagram?

Mit einem Instagram Business-Account hat man die Möglichkeit, Werbung einfach und schnell direkt in der mobilen App zu erstellen. Dabei können Videos oder Bilder als Werbung zwischen den Beiträgen geschaltet werden. Instagram gehört zu Facebook und es besteht die Möglichkeit, die Werbung Crossover auf beiden Plattformen zu platzieren.

Das Erstellen eines Business-Accounts in Instagram ist kostenlos. Anhand einer manuell festgelegten Gebotsstrategie kann das tägliche Werbebudget selbst bestimmt werden. Bei der automatischen Gebotseinstellung wählt die Plattform selbst das passende Gebot und kalkuliert individuell die Kosten. Mögliche Kostenmodelle:

  • CPC (Cost per Click): Die Kosten entstehen bei jedem Klick auf die Werbeanzeige.
  • CPM (Cost per Mille): Die Kosten entstehen bei 1.000 Einblendungen auf Bildschirmen von Nutzern.
  • CPA (Cost per Action): Die Kosten entstehen durch Interaktionen mit der Werbeanzeige.
  • CPL (Cost per Like): Die Kosten entstehen jedes Mal, wenn ein Nutzer einen Beitrag geliked hat.

Wie teuer ist Werbung auf Instagram?

Instagram fragt nach einem Budget für einen vorgegebenen Zeitraum und gibt an, wie viele Klicks oder Impressionen damit erzielt werden können. Je nach Zielgruppe und Wettbewerb variieren die Kosten. Ein paar Euros reichen, um mit der ersten Werbekampagne zu beginnen.

 

Wie funktioniert Werbung auf YouTube?

YouTube gehört zu Google und wird über Google Ads gesteuert. Darüber kann die Werbung auf dem Videoportal platziert werden. YouTube bietet Werbetreibenden unterschiedliche Werbetypen an, die eigenen Preismodellen unterliegen:

  • In-Stream Anzeigen: Videos mit einer Länge von 10-20 Sekunden. Können nicht übersprungen und müssen für jede Einblendung bezahlt werden.
  • TrueView In-Stream Anzeigen: Können nach 5 Sekunden übersprungen werden. Sie werden gezahlt, wenn der Nutzer sich die Anzeige mindestens 30 Sekunden lang angesehen hat.
  • TrueView In-Display Anzeigen: Platzierung von Bannern bei YouTube oder Overlay-Bildern in Videos. Kosten variieren für Impressionen und Klicks.
  • Bumper Anzeigen: Dauern ca. 7 Sekunden und können nicht abgebrochen werden. Bezahlt wird für jede Ausstrahlung.
  • Masthead Anzeigen: YouTube bietet Kunden die Möglichkeit, einen Tag lang die Startseite zu übernehmen und dort die eigene Werbung zu platzieren. Dazu muss man sich beim Vertrieb des Unternehmens melden und mit entsprechenden Kosten rechnen.

Wie teuer ist Werbung auf YouTube?

Die Kosten für Werbung auf YouTube beginnen bei ca. 10,- EUR täglich. Nach oben sind dem beinahe keine Grenzen gesetzt. Dabei variieren die Kosten für die Klicks und Einblendungen. Mit einer Strategie kann die Zielgruppe definiert und das Budget zielbringender eingeplant werden. Kosten können zwischen 0,05 EUR und mehreren Euro liegen.

 
Facebook und Instagram gehören zusammen und haben sehr ähnliche Werbeformen. Dabei kann die Werbung von Facebook auch crossover auf Instagram verwendet werden und umgekehrt. Facebook bietet seinen Kunden den Anzeigen-Manager, mit dem die Werbung und das Budget leicht verwaltet werden können.

Das Budget kann täglich oder über einen festgelegten Zeitraum angelegt werden. Dabei überschreitet Facebook nie dieses festgelegte Budget.

  • CPC (Cost per Click): Die Kosten entstehen bei jedem Klick auf die Werbeanzeige.
  • CPM (Cost per Mille): Die Kosten entstehen bei 1.000 Einblendungen auf Bildschirmen von Nutzern.
  • CPA (Cost per Action): Die Kosten entstehen durch Interaktionen mit der Werbeanzeige.
  • CPL (Cost per Like): Die Kosten entstehen jedes Mal wenn ein Nutzer einen Beitrag geliked hat.

Wie teuer ist Werbung auf Facebook?

Die Kosten für Werbe-Anzeigen auf Facebook beginnen bei 0,01 EUR und sind nach oben offen. Der Werbeanzeigen-Manager bietet Möglichkeiten gute A/B-Tests durchzuführen und die Kosten immer besser auf die Zielgruppe zu verteilen. Das spart Geld und führt langfristig zum Erfolg.

 

Wie funktioniert Werbung auf Twitter?

Twitter bietet seinen Kunden Werbung ähnlich dem Format seiner Konkurrenten an. Dabei unterscheidet Twitter unter folgenden Werbemöglichkeiten:

  • Gesponserte Tweets: Nachrichten landen in der Timeline der Zielgruppe.
  • Gesponserter Account: Ausgewählte Twitter-Nutzer werden eingeladen Follower zu werden.
  • Trendthemen: Promoted Trends, um 24 Stunden lang ganz oben platziert zu werden.
  • Native Videos: Werden in der Timeline der Nutzer angezeigt.

Wie teuer ist Werbung auf Twitter?

Hier unterscheidet sich Twitter nicht von anderen Werbe-Plattformen. Man hat die Möglichkeit ein festgelegtes tägliches Budget zu platzieren. Je nachdem, welche Form gewählt wurde, unterscheiden sich die Preise für Klicks, Interaktionen und Impressionen deutlich. Kosten reichen von 0,50 EUR bis hin zu 10,- EUR und variieren anhand der Gebote Ihrer Konkurrenten. Twitter arbeitet hier nach dem Gebotsprinzip. Haben Ihre Kunden ein höheres Gebot je Einblendung festgelegt, werden diese bevorzugt angezeigt. Werbung muss hier also sorgfältig überprüft und analysiert werden, um langfristig Kosten zu sparen.

 

Wie teuer ist Werbung im Radio?

Radiowerbung ist sehr beliebt und erreicht sehr viele Hörer. Dabei konzentriert sich das Radio nicht mehr nur auf UKW und FM. Es gibt mittlerweile das Webradio und die Streaming-Dienste wie Spotify, iTunes Radio oder Deezer usw..

Es gibt diverse Seiten im Netz, die eine Kosten-Recherche ermöglichen. Bei Crossvertise kann man sich vorab zu den durchschnittlichen Preisen der Radiosender informieren und ungefähr das benötigte Budget schätzen. Zum aktuellen Zeitpunkt kostet 1 Sekunde Werbung bei 1Live ca. 115,- EUR. Radiowerbung erfreut sich einer sehr hohen Akzeptanz und wird nicht als aufdringlich empfunden. Für lokale Unternehmen bieten Radiosender gute Möglichkeiten, die Hörer in der eigenen Region zu erreichen.

 

Wie teuer sind Flyer und Visitenkarte?

Die Kosten für Visitenkarten und Flyer können in 3 Punkte unterteilt werden:

  • Layout und Gestaltung: Manche Portale bieten kostenlose Vorlagen. Designer werden für ihre Arbeit bezahlt und kosten gerne ab 80,- EUR aufwärts in der Stunde.
  • Druck: Man kann den Druck selbst in die Hand nehmen oder jemanden beauftragen und ausführen lassen. Meistens machen das die Auftraggeber für eine geringe Pauschale.
  • Kosten für die Verteilung: Je nachdem welche Menge verteilt werden soll, eignen sich Helfer zum Verteilen. 30,- EUR in der Stunde wird das kosten, sollen die Flyer den Empfänger auch erreichen.

Beim Druck der Unterlagen ändert sich der Preis anhand der folgenden Faktoren:

  • Papier in g/m²
  • ein- oder mehrseitig
  • Format
  • Farben
  • Menge
  • Spezialisierung

Die Gestaltung eines Flyers und einer Visitenkarte können gerne 300,- EUR bis 600,- EUR kosten, je nachdem, welcher Stundenlohn verlangt wird. Zwischen 40,- EUR und 80,- EUR liegende Stundenlöhne sind normal. Die Druckkosten für 1.000 Flyer, A5 Formatierung, beidseitiger Druck, glänzend und 4 Farben, liegen bei ca. 39,- EUR. Hinzu kommen die Kosten für die Verteilung, die der Menge nach variieren.

 

Wie teuer ist eine Website?

Eine Website ist heutzutage unverzichtbar für Unternehmen. Dabei sollte die Website nicht nur nett aussehen, sondern auch einen Nutzen für den Betrachter bieten. Im Hintergrund der Website sollten die Meta-Daten arbeiten und den Suchmaschinen wichtige Parameter übermitteln. Alle diese Faktoren wirken sich auf den Preis aus. Individualprojekte können mehrere hunderttausend Euro kosten, denken Sie mal an eBay Amazon, die Lieferando App usw.. Existenzgründer sind mit CMS (Content-Management-Systemen) gut beraten, hier bietet sich die Möglichkeit einen Teil der Wartung und Verwaltung der Website selbst zu übernehmen.

Gute Webdesigner kosten zwischen 80,- und 120,- EUR in der Stunde. Es gibt Webdesigner, die auch für 40,- EUR bis 60,- EUR in der Stunde arbeiten.

  • Planung und Kommunikation: Ein kostenloses Erstgespräch sollte immer möglich sein. Planen Sie vorab selbst und liefern Sie dem Webdesigner konkrete Vorstellungen.
  • Layout & Design: Beginnen Sie mit günstigen Templates (50,- EUR bis 350,- EUR). Individuelle Designs kosten vom Entwurf bis zur Umsetzung schnell mehrere Tausend EUR.
  • Media-Content / Inhalte: Die Erstellung von Texten variiert und kostet zwischen 4,- Cent und 20,- Cent pro Wort.
  • Erstellung von Bildern: Fotografen nehmen je nach Setting zwischen 30,- EUR und 150,- EUR pro Bild.
  • Formulare: Einbinden von individuellen Kontaktformularen, Gutscheinen, Uploads etc. erfordert oft Programmierkenntnisse und wird stündlich mit sicher 80,- EUR verrechnet.
  • Datenschutz / Datensicherheit: Spezialisten kosten Geld. Für normale Websites und Shops eignen sich die gängigen Anbieter wie z. Bsp. IT-Recht-Kanzlei oder TrustedShops, die für einen monatlichen Betrag Ihre Datenschutzeinstellungen erstellen und aktualisieren.
  • Suchmaschinenoptimierung: Wer im Internet gefunden wird, kann sein Produkt oder seine Dienstleistung zu Geld machen. Gute SEO-Worker arbeiten nicht unter 80,- EUR in der Stunde.
  • On- / Off-Page Optimierung: Das ist Aufgabe des SEO-Workers und wird ähnlich vergütet, wobei die reine On- / Off-Page Optimierung auch für 60,- EUR in der Stunde erhältlich ist.
  • Update & Wartung: Wartungsverträge fallen im Vergleich recht günstig aus. Hier ist oft die Schnelligkeit des IT-Profis gefragt, falls die eigene Website oder der Onlineshop nicht mehr funktionieren. Beginnt bei 40,- EUR in der Stunde.
  • E-Commerce: Onlineshop und Powerseller-Portale sind zum Verkaufen gedacht. Profis arbeiten gerne mit Umsatzbeteiligungen und liefern dann auch Ergebnisse. Kosten für Onlineshops liegen zwischen 5.000,- EUR – und 15.000,- EUR. Einfache Lösungen sind für Existenzgründer ideal, wie z. Bsp. fertige Onlineshops von Ionos oder Strato.
  • Individualprogrammierung: je nach Programmiersprache variieren die Stundenlöhne zwischen 60,- und 150,- EUR.
  • App-Integration: App-Entwicklung ist teuer und muss stets weitergeführt werden. Neue Android-Versionen zwingen die Entwickler zum Handeln und somit entstehen dauerhaft Kosten. Eine gute Planung senkt die Kosten.

Für Existenzgründer reichen oft einfache Websites, die zwischen 800,- EUR und 1.200,- EUR liegen. Im Preis enthalten sind die Website mit ca. 5-8 Unterseiten, Datenschutzeinstellungen, Impressum und notwendige Plugins für z.B. Backups. Die Website sollte responsiv sein und für alle gängigen Geräte funktionieren. Wer Kunden mit seiner Website generieren möchte, sollte sich geduldig zeigen. Top-Platzierungen bei Google werden nicht über Nacht erreicht. Nachhaltige Content-Pflege ist der Schlüssel.